
Die Ausstellung im KZ-Gedenkstätte Mauthausen thematisiert die systematischen Massentötungen im Konzentrationslager Mauthausen und bereitet auf den Besuch der historischen Tötungsräume vor. Anhand von Spuren, Objekten und dokumentarischen Quellen vermittelt die Ausstellung unterschiedliche Formen nationalsozialistischer Gewalt und macht historische Zusammenhänge sowie den Umgang mit den Verbrechen nach 1945 sichtbar. Die historische Substanz des KZ Mauthausen bleibt unangetastet – die Ausstellung versteht sich bewusst als temporärer Eingriff. Das Reviergebäude fungiert nicht nur als Hülle, sondern als eigenständiges Exponat. Es entsteht eine Überlagerung zweier Ebenen: die Inszenierung der Inhalte und die räumliche Wirkung des Bestands. Die Neugestaltung folgt drei Prinzipien: Vitrinen lösen Objekte räumlich von der Architektur, rekonstruierte Raumsituationen schaffen historische Bezüge, und zeitgenössische Einbauten ergänzen den Bestand sensibel. Alt und Neu treten dabei in einen bewusst zurückhaltenden Dialog.








Gemeinsam mit: Siegfried Miedl, Manuel Schilcher
Foto-Credits: Johanna Leitner