
Die Ausstellung „Das Konzentrationslager Mauthausen 1938–1945“ in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen vermittelt die Geschichte des Lagers und seiner Außenlager in einem historischen Gebäude des ehemaligen Krankenreviers. Originalobjekte, Zeitzeugeninterviews sowie audiovisuelle und grafische Medien machen die Entwicklung des Lagers, die Perspektiven der Häftlinge und die Nachwirkungen bis in die Gegenwart erfahrbar. Die historische Substanz des KZ Mauthausen bleibt unangetastet – die Ausstellung versteht sich bewusst als temporärer Eingriff. Das Reviergebäude fungiert nicht nur als Hülle, sondern als eigenständiges Exponat. Es entsteht eine Überlagerung zweier Ebenen: die Inszenierung der Inhalte und die räumliche Wirkung des Bestands. Die Neugestaltung folgt drei Prinzipien: Vitrinen lösen Objekte räumlich von der Architektur, rekonstruierte Raumsituationen schaffen historische Bezüge, und zeitgenössische Einbauten ergänzen den Bestand sensibel. Alt und Neu treten dabei in einen bewusst zurückhaltenden Dialog.






Gemeinsam mit: Siegfried Miedl, Manuel Schilcher
Foto-Credits: Johanna Leitner