Der „Raum der Namen“:

Im „Raum der Namen“ der KZ-Gedenkstätte Mauthausen sind erstmals die Namen von über 84.000 Menschen verzeichnet, die im Konzentrationslagersystem Mauthausen-Gusen und seinen Außenlagern ermordet wurden oder ums Leben kamen. Die Installation basiert auf einem langjährigen Forschungsprojekt und versteht sich als zentraler Ort des individuellen Erinnerns und Gedenkens. Die historische Substanz des KZ Mauthausen bleibt unangetastet – die Ausstellung versteht sich bewusst als temporärer Eingriff. Das Reviergebäude fungiert nicht nur als Hülle, sondern als eigenständiges Exponat. Es entsteht eine Überlagerung zweier Ebenen: die Inszenierung der Inhalte und die räumliche Wirkung des Bestands. Die Neugestaltung folgt drei Prinzipien: Vitrinen lösen Objekte räumlich von der Architektur, rekonstruierte Raumsituationen schaffen historische Bezüge, und zeitgenössische Einbauten ergänzen den Bestand sensibel. Alt und Neu treten dabei in einen bewusst zurückhaltenden Dialog.  

Gemeinsam mit: Siegfried Miedl, Manuel Schilcher 
Foto-Credits: Johanna Leitner 

Ähnliche Projekte